Spessartportal, Vorwort Landrat Erich Pipa Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, der Main-Kinzig-Kreis ist nicht nur der größte Kreis in Hessen, sondern er zählt auch zu den attraktivsten Regionen in unserem Land. Seit Jahren nimmt die Zahl der hier lebenden Menschen kontinuierlich zu. Allein in den vergangenen 25 Jahren stieg die Bevölkerung um gut 50.000 Menschen an. Inzwischen sind rund 410.000 Bürgerinnen und Bürger zwischen Maintal und Sinntal zu Hause. Einen besseren Beweis für die Lebensqualität in diesem Kreis kann es wohl kaum geben. Es ist die große Vielfalt, die den Main-Kinzig-Kreis und seine 29 Städte und Gemeinden auszeichnet. Die tiefen Wälder des Spessarts, die windigen Kuppen der Vogelsbergregion, die fruchtbare Wetterau sowie zahlreiche natürliche Bachauen und Flusstäler. Zugleich ist der Main-Kinzig-Kreis auch Standort bedeutender Wirtschaftsunternehmen und damit gleichberechtigter Partner im zukunftsträchtigen Rhein-Main-Wirtschaftsraum. Trotz der beachtlichen Zuwanderung soll der Main-Kinzig-Kreis in seinen vielfältigen Strukturen erhalten bleiben. Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Erholen diese gleichrangigen Bedürfnisse des Menschen werden auch weiterhin harmonisch miteinander verbunden bleiben. Denn auch unsere Kinder haben Anspruch, im Main-Kinzig-Kreis eine lebens- und liebenswerte Heimat zu finden. Dazu tragen vor allem die Bürgerinnen und Bürger bei, die sich unserem Kreis zahlreich in Vereinen und Organisationen betätigen. Das Spessartportal ist ein praktischer Weg, sich dieser reizvollen Region - insbesondere der einzigartigen Naturlandschaft - zu nähern. Auf den Seiten hier im Internet finden sich viele Informationen über Gasthöfe, Sehenswürdigkeiten, Freizeiteinrichtungen und andere Attraktionen. Es ist ein erster Schritt, um Land und Leute besser kennen zu lernen. Ihr Erich Pipa Landrat
Seine reichen Waldgebiete, die Auen des Kinzigtals, einerseits und die unmittelbare Nähe der Wirtschaftsmetropole Frankfurt sowie der Rhein-Main-Region andererseits machen den Main-Kinzig-Kreis nicht allein als Wohngegend, sondern ebenso als Fremdenverkehrsziel attraktiv.
Hanau ist die größte Stadt mit fast 90.000 Einwohnern. Hier mündet die Kinzig in den Main. Beide Flüsse geben dem Landkreis nicht nur seinen Namen, sondern formen auch weite Teile der Landschaft. Neben Hanau liegen die Stadt Maintal und die Gemeinde Großkrotzenburg .
Im Tal der fast 100 Kilometer langen Kinzig und entlang der Autobahn 66 finden sich mit Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach, Steinau, Schlüchtern sowie den Kurstädten Bad Soden Salmünster und Bad Orb weitere Kommunen des Kreises.
An der bedeutenden Verkehrsachse A66 liegt auch der Schwerpunkt von Industrie und Gewerbe.
Herausragende Namen sind Heraeus, Degussa, Dunlop, BienHaus, Dynamit Nobel, Wächtersbacher Keramik, Veritas und Woco.
Der Main-Kinzig-Kreises präsentiert sich in vielfältiger Weise. Im Westen prägen das Maintal sowie die sanften Erhebungen der Wetterau die Landschaft. Hier finden sich ausgedehnte Streuobstwiesen und zahlreiche Keltereien.
In östlicher Richtung wachsen auf beiden Seiten der Kinzig die Hügel von Vogelsberg und Spessart empor.
Am Ende stoßen die Ausläufer der Rhön hinzu und bilden den Bergwinkel.
Entstanden ist der Main-Kinzig-Kreis im Rahmen der hessischen Gebietsreform 1974 aus den drei Landkreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern sowie der damals selbständigen Stadt Hanau. Inzwischen ist die Region zusammen gewachsen.
Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins ist das zentrale Landratsamt in Gelnhausen, fertig gestellt im Sommer 2005.
Die bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Main-Kinzig-Kreis sind wohl die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm.
Nach ihren eigenen Worten verlebten die Grimms in Steinau “eine schöne Kindheit, deren Eindrücke zeitlebens für sie unvergesslich waren”. Zeuge dieser Zeit ist das Brüder-Grimm-Museum, Ausgangspunkt der Deutschen Märchenstraße, die bis nach Bremen führt.
Zahlreiche Bauwerke zeugen von der bewegten Geschichte der Region: In Gelnhausen stehen die Reste der Kaiserpfalz, die Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1170 bauen ließ. Hier fand im April 1180 ein bedeutender Reichstag statt, auf dem die Besitzungen und Ländereien von Heinrich dem Löwen neu aufgeteilt wurden. Ein historisches Ereignis, das bis in das heutige Europa hinein wirkt. Die Ruine, die Besuchern zugänglich ist, strahlt noch heute die Pracht der damaligen Zeit aus.
Die Römer errichteten im südlichen Kreisgebiet einst ihren Grenzwall, den Limes. Zahlreiche Spuren sind bis heute erhalten oder wurden sorgfältig rekonstruiert. Mehr als 20 Burgen und Schlösser bieten einen Einblick in die Lebensumstände vergangener Zeiten.
So ist unter anderem die höchst wechselvolle Geschichte der 700 Jahre alten Ronneburg im dortigen Burgmuseum zu verfolgen.
In Hanau laden das Schloss Philippsruhe und die historische Kuranlage Wilhelmsbad mit dem Hessischen Puppenmuseum zu einem Besuch ein. In der Altstadt findet sich zudem das Deutsche Goldschmiedehaus.
Obenan in der Gunst von Gästen stehen die Kurorte Bad Orb und Bad Soden-Salmünster. Aber auch die Städte Gelnhausen,
Steinau und Schlüchtern, mit ihren liebevoll restaurierten Ortskernen und Sehenswürdigkeiten und Viele der kleineren Gemeinden,
bieten Reisenden gemütliche und preiswerte Gasthäuser und geruhsame Erholung inmitten freier Natur.
Der Main-Kinzig-Kreis erstreckt sich ab Frankfurt über die Waldgebiete des bayerischen Spessarts und den Höhen des Vogelsberges über die Rhön bis hin zur Wetterau, weiter entlang der Kinzig, die im Nordosten, bei Sinntal-Sterbfritz, ihre Quelle hat und in Hanau in den Main mündet.